Archive for August, 2010

Fr. 03.10. Antifaschistische Kundgebung in Bozen

August 31, 2010


Der geplante Auftritt der bekanntesten Band der italienischen neofaschistischen Szene „Zetazeroalfa“ – in Bozen ist nur die Spitze des Eisberges. Er lenkt jedoch den Blick auf ein gesellschaftliches Problem, das in Bozen viel zu lange ignoriert wurde: Neofaschistische Gruppierungen, allen voran „Casapound“, die sich um die Bar8 ein kleines schwarzes Universum aufgebaut hat, sind auf dem Vormarsch. In einem Klima, das von ethnischer Hetze und Rassismus geprägt ist, finden neofaschistische Ideologien schnell fruchtbaren Boden.

Wir wollen ein Zeichen setzen gegen die neofaschistische Achse von Casapound über Unitalia bis in den PDL hinein und für einen antifaschistischen und antirassistischen Konsens, den es auch in Südtirol herzustellen gilt! Dafür lohnt es sich, am Freitag auf die Straße zu gehen!

Freitag
03.10.2010 18:00 Uhr
Kornplatz
Bozen Zentrum

Flyer PDF

China: Aufstand der ArbeiterInnen

August 9, 2010

Im Ersten lief im Weltspiegel ein Beitrag zu den kämpfenden ArbeiterInnen in Shenzen und Foshan in den Auto(zulieferer-) und Elektronikfabriken (zB. bei Foxconn, die wegen der ArbeiterInnenselbstmorde bekannt wurde und die die Apple iPhones und die Spielekonsolen von Nintendo, Sony und Microsoft zusammenbauen). Das achtminütige Video gibt es auf deren Website. Unbedingt anschauen!

China: Aufstand der Arbeiter

Sie wollen sich die niedrigen Löhne nicht länger gefallen lassen – umgerechnet 100 Euro im Monat, das ist auch in China zu wenig. Seit knapp einer Woche sind diese jungen Wanderarbeiter im Streik. Sie kämpfen leise, sie wollen keinen Ärger, keinen Aufruhr – sie wollen einfach 50 Euro mehr – aber das ist schwierig.

Arbeiterin Li:
„Die Arbeitgeber akzeptieren unsere Forderungen nicht. Und sie tricksen. Sie haben einfach den Zuschlag für das Fahrgeld weggekürzt und auf unser Gehalt aufgeschlagen. Auf den ersten Blick sieht es dann so aus, als ob sie der Lohnerhöhung zugestimmt haben, als ob wir tatsächlich mehr bekommen sollen, dabei stammt das Geld aus den Zuschlägen.“

Ganzer Text und Video auf www.daserste.de!

Griechenland: Militär als Streikbrecher

August 2, 2010

Eskalation der Klassenauseinandersetzungen in Griechenland: Um den Streik der selbständigen Lastwagenfahrer zu brechen, will die Regierung Militär einsetzen. Nicht alle Linken unterstützen den Streik.

Der Klassenkampf in Griechenland gewinnt wieder an Fahrt. Ein seit sechs Tagen andauernder Streik von 30.000 Last- und Tankwagenfahrern sorgt auf dem Höhepunkt der Urlaubssaison für massive Versorgungsengpässe, besonders bei Kochgas und Benzin. Der Streik trifft besonders die Touristengebiete, auch Lebensmittel sollen knapp werden. Touristen müssen ihre Mietwagen mit leerem Tank auf den Straßen stehen lassen.

Nachdem am Donnerstag die Polizei in Athen und gestern in Tessa Streikende angegriffen hat, 1) versucht die Regierung nun den Streik in die Zange zu nehmen. Zum einen sollen Lastwagenfahrer mittels Zwangsrekrutierung an ihren Arbeitsplatz gepresst werden, zum anderern will die PASOK-Regierung Militär einsetzen.
Die Armee soll mit eigenen Transporten das Benzin von den Raffinerien in die Landeszentren bringen. Dabei sollen Militärtransporte von der Polizei gegen Blockadeversuche der Streikenden geschützt werden.

Kommunisten solidarisch mit dem Streik
Die griechische Linke reagiert bislang unterschiedlich, und besonders die radikale Linke verhalten auf den neuen Anstieg des Klassenkampthermometers. 2)
Hintergrund des Streiks ist nämlich, dass die Lastwagenfahrer ihre Berufszunft mittels einer Lizenz absichern. Nur wer 300.000 Euro Gebühr zahlt, erhält die Lizenz als Lastwagenfahrer.
Im Gegenzug für das EU-Rettungspaket will die griechische Regierung nun die Berufslizenz abschaffen. Das würde für die alteingessesen Transporteure mehr Konkurrenz und fallende Einkommen bedeuten.

Eindeutig hinter den Streik stellen sich die KKE und die kommunistische Gewerkschaft PAME. 3

Mehr Infos und Videos auf Indymedia