Repression nach der Katastrophe in Chile

März 5, 2010

Nach dem heftigen Erdbeben ist Chile total militarisiert. Zum ersten Mal nach der Diktatur Pinochets herrscht Ausnahmezustand und Ausgangssperre. Das alles, um das Privateigentum einer der neoliberalen Vorzeigeländer zu schützen. Ein Artikel auf Indymedia beschreibt die aktuelle Lage in Chile:

Repression nach der Katastrophe in Chile

In weiten Teilen Chiles bricht das öffentliche Leben zusammen und zum ersten mal seit Jahrzehnten herrscht Ausnahmezustand und Ausgangssperre in den südlichen Regionen Bio Bio und Maule.

Was in chilenischen Mainstreammedien (und auch in den deutschen und internationalen) als „Plünderungen“, „Ausschreitungen“ und „Chaos“ denunziert wurde, ist der verzweifelte Kampf der nun grösstenteils mittel- und obdachlosen Bevölkerung, Nahrung zum Überleben zu sichern, während die Regierung in Untätigkeit verharrt.

Eine genaue Auflistung der Ereignisse seit dem schrecklichen Beben mit Stärke von 8,8 auf der Richterskala erscheint unmöglich. Mittlerweile hat die chilenische Marine, seit geraumer Zeit an der Küste der jetzt betroffenen Regionen um Bio Bio stationiert, teils mit der Begründung, die Aktivitäten aufständiger Mapuche-AktivistInnen zu observieren, ihren Fehler bei der Entwarnung bzgl. des Zunamis eingeräumt. Samstags hatten Offizielle die BewohnerInnen der Küstensstädte dazu aufgefordert, in ihre Häuser zurückzukehren, da es keine Hinweise auf eine Bedrohung durch einen Zunami gebe. Viele Menschen sahen jedoch, wie sich das Wasser zurückzog (nur um dann in Form mehrerer gewaltiger Wellen das Land zu fluten), und widersetzten sich den Anordnungen, indem sie auf nahe gelegene Hügel und Anhöhen flüchteten.

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