Milliardengrab Osteuropa

März 1, 2010

Im Swarovski Flugblatt, das wir vor einem Jahr verteilt haben, steht: „Was es wohl heißt, wenn die österreichischen Banken 85 % des österreichischen Bruttoinlandproduktes in »Osteuropa-Geschäfte« investiert haben – und jetzt bangen, dass diese Summe nicht mehr einbringbar ist (Rumänien ist pleite, Lettland ist pleite, Russland ist pleite, die Ukraine steht vor dem Staatsbankrott, …)?“ Dazu stellt Tomasz Konicz aktuell in der Jungen Welt ein paar Zahlen zusammen. Vor allem österreichische Banken treffen Kreditausfälle in der Ukraine und im Baltikum besonders hart. So gab der österreichische Staat Ende 2008 ca. 15 Milliarden Euro für eine Finanzspritze an Raiffeisen, Erste Bank & Co. aus. Und: „Von den etwa 1150 Milliarden Euro, die westliche Banken zwischen Baltikum und Schwarzen Meer vergeben haben, entfielen 224 Milliarden auf österreichische Kreditinstitute.“ Auch griechische Banken sind in Osteuropa, vor allem am Balkan, „engagiert“. So reitet die Eurozone von einer Pleite in die nächste …

Milliardengrab Osteuropa

Region bleibt Problemzone für Banken. Steigende Erwerbslosigkeit und Senkung des Lohnniveaus verschärfen Verschuldung der dortigen Konsumenten.

Die Finanzkrise in Osteuropa hinterläßt weiter Spuren in den Bilanzen westlicher Banken. Um bis zu zwölf Prozent brachen die Aktien der österreichischen Raiffeisen International (RI) am vergangenen Dienstag ein, nachdem deren Gewinnrückgang 2009 bekannt wurde. Bei der RI handelt es sich um eine börsennotierte und auf Osteuropa ausgerichtete Holding der Raiffeisen Zentralbank (RZB), die mit 70 Prozent an ihrer Tochtergesellschaft beteiligt ist. Beide Finanzinstitute gaben nun bekannt, ihre im April 2005 eingeleitete Trennung wieder rückgängig zu machen. Die RI ist in 17 Ländern Mittel- und Osteuropas tätig. Laut der Zeitung Die Presse gibt es »gravierende Probleme«, mit denen »Raiffeisen International in Osteuropa konfrontiert ist.«

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