Chinas überhitzte Wirtschaft

März 1, 2010

„Wenn es je eine größere Superblase in der Weltwirtschaft gegeben hat als die weltweiten Derivatemärkte, dann ist es der chinesische Immobilienmarkt“, schreibt Artur P. Schmidt heute auf Telepolis. Über die Weltwirtschaftsachse China – USA (Chimerica) wissen wir bereits einiges: Schuldenfinanzierter Konsum (oder kürzer im Info 47). Schmidt verdeutlicht nochmal: Wenn die chinesische ArbeiterInnenklasse nicht um mind. 20 – 30 Prozent mehr konsumiert – und das ist technisch und politisch nicht und war historisch nie möglich – dann kracht die „Wachstumslokomotive“, die die Weltwirtschaft bis jetzt vorm Kollaps bewahrt hat, zusammen.

Chinas überhitzte Wirtschaft

Chinas Lokomotivenrolle für die Weltwirtschaft dürfte in Bälde ins Stocken geraten.

Letztendlich handelt es sich beim aktuellen chinesischen Boom-Zyklus um einen von Investments getriebenen Boom. Die Beispiele in Japan und USA haben aufgezeigt, wie solche Zyklen enden: in einem großen Knall. Der kommende Abschwung in China könnte sich als eine Monsterblase entpuppen, deren Platzen erst die eigentliche weltweite Depressionsphase einleiten wird. Damit dürfte sich der Crash von 2009 lediglich als Ouvertüre zu einem noch größeren ökonomischen Debakel offenbaren.

Von den meisten Investoren wird nicht gesehen, dass sich das chinesische Wirtschaftswunder längst im Sättigungszustand befindet. Anfangs der 80er Jahre nahm der Aufschwung seinen Anfang, als erste Reformen durch Deng Xiaoping den Grundstein für die Modernisierung Chinas legten. Unter seiner Führung entwickelte sich China zu einer der am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften der Welt. Ende der 80er Jahre kam es zur Abschaffung der vom Staat festgesetzten Preise, was zu einer hohen Inflation und letztendlich zu massiven Protesten und dem Studentenmassaker auf dem Tian’anmen-Platz vom 3.-4. Juni 1989 führte.

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