Das I im PIGS ist die größte Gefahr

Februar 18, 2010

Portugal, Italien, Griechenland, Spanien sind laut Wirtschaftspresse diejenigen Pleitekandidaten, die der EU und dem globalen Kapital das meiste Kopfzerbrechen bereiten. Rainer Sommer auf Telepolis über die „größte Gefahr“ Italien. Wie Griechenland hat auch Italien über Cross-Currency-Swaps mit der US-Bank JP Morgan Chase im Jahr 1996 seine Haushaltsbilanz gefälscht, damit die Maastricht-Kriterien erfüllt werden.

„Italien ist größte Gefahr für den Euro“

Griechenlands Schwierigkeiten sind für den Ökonomie-Nobelpreisträger Robert Mundell nur ein „lokales Problem“, viel schwieriger sei es, Italien zu retten

Italien hat mit 1,8 Billionen Euro die höchsten Schulden aller Euro-Länder, während Spanuien „nur“ auf 1,15 Billionen kommt. Italien hält, so schreibt 1) Mundell, rund ein Viertel aller europäischen Staatsschulden, die dieses Jahr rund 117 Prozent des BIP erreichen sollen. Damit wird Italien nur noch von Griechenland übertroffen, das auf rund 125 Prozent kommen dürfte.

Allein schon die Höhe der Schulden mache Italien zum größten Problem der Eurozone, betont der Ökonom, dessen Forschung zu Währungsfrage maßgeblich am Design des Euro beteiligt war. Aktuell gebe es hingegen keine Euro-Krise, sondern eine Krise Griechenlands – so wie es auch keine Dollar-Krise wäre, wenn Kalifornien zahlungsunfähig würde. Anders wäre es im Fall Italiens, und schlimmer als eine Pleite Spaniens, dessen Budget aktuell zwar wesentlich tiefer im Minus liege, aber noch immer einen wesentlich niedrigeren Schuldenstand aufweise.

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