Die spanische Angst vor der Griechenland-Falle

Januar 29, 2010

Spanien nützt die Krise zum Angriff auf die Klasse: Die Steuern auf Einkommen und Erspartem sollen erhöht werden, Mehrwertsteuer von 16 auf 18 Prozent, Arbeiten statt bis 65 jetzt bis 67! Ende 2009 lag die Jugendarbeitslosigkeit auf 40 Prozent, die Gesamtarbeitslosigkeit ist die höchste in der „Euro-Zone“ – 18,8 Prozent. Bis 2011 könnte sich die Staatsverschuldung auf 74 Prozent vom BIP verdoppeln (zum Vergleich: Griechenland 113,4 Prozent). Damit ist Spanien für die „Euro-Zone“ laut Nouriel Roubini noch gefährlicher als Griechenland (siehe Griechenland-Text im Info 47) oder Portugal, weil es eine größere Volkswirtschaft ist.

Die spanische Angst vor der Griechenland-Falle

Die Euro-Sorgenkinder Griechenland und Portugal werden an den Märkten abgestraft. Spanien will nicht in Sippenhaft genommen werden – und bereitet drastische Sparpläne vor. Nötig wären zudem aber auch große Reformen am Arbeitsmarkt.

Die spanische Regierung berät einen drastischen Sparplan. Mit Ausgabenkürzungen von bis zu 50 Mrd. Euro bis 2013 will Madrid das Haushaltsdefizit um zwei Drittel verringern – und es vermeiden, an den Kapitalmärkten ähnlich abgestraft zu werden wie die ebenfalls mit enormen Fehlbeträgen kämpfenden Euro-Länder Griechenland und Portugal.

Zwar ist Spanien nicht so stark verschuldet wie Griechenland. Investoren stufen das Land aber im Sog der griechischen Finanzprobleme zunehmend als riskant ein. Am Donnerstag kletterte der Risikoaufschlag für spanische Staatsanleihen im Vergleich zu vergleichbaren Bundespapieren auf 99 Basispunkte – damit liegt er fünf Mal so hoch wie Anfang 2008.

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