Fliegende Kameras für Europas Polizeien

Januar 14, 2010

Die technologische Überwachung und die gesellschaftliche Kontrolle in allen Lebensbereichen nimmt ständig zu. Von Internet- und Handy-Überwachung, Kameras in jedem Straßeneck bis Kontobewegungen und Bankomatnutzung. Ein Artikel auf Indymedia.de zeigt uns weitere Entwicklungen der kontrollsüchtigen Festung Europa, welche unsere wenige noch bestehende Freiheit und Intimsphäre bis ins Unermässliche beeinträchtigen wird und einen weiteren Schritt in Richtung totalitäre Kontrolle nimmt.

Neues Dokument gibt tiefere Einblicke in das EU-Sicherheitsforschungsprojekt INDECT

Seit 2007 forschen europäische Unternehmen, Polizeien und Wissenschaftler gemeinsam an neuen technischen Möglichkeiten zur Rundum-Überwachung der Bevölkerung (Allround-System für europäische Homeland Security (1)). INDECT (2), eines der 45 Programme des europäischen Sicherheitsforschungsprogramms ESRIF (3), kann getrost als das am weitesten gehende Projekt bezeichnet werden. In 10 „Work Packages“ wird versucht, ein umfangreiches Set an Software, Hardware und Überwachungstechnik zu entwickeln und aufeinander abzustimmen. Ziel der Machbarkeitsstudie ist die Entwicklung einer arbeitsfähigen Plattform bis 2013, gefolgt von Investitionsplänen und Studien zur Implementierung in die alltägliche Polizeiarbeit. Ein neues Dokument (4) umreißt nun konkretere Vorhaben innerhalb von INDECT.

„Work Package 3“ etwa widmet sich „kriminellen Aktivitäten“ im Internet und will eine ganze Reihe von Werkzeugen entwickeln, die öffentlich zugängliche Webseiten, Diskussionsforen und Social Networks auf „Verbindungen unter Verdächtigen“ durchsuchen sollen. „Work Package 4“ wiederum forscht an Anwendungen zur Suche nach „kriminellen Spuren“ im Internet und Speicherung inkriminierter Daten zur weiteren Analyse. Hierzu soll Software mit „künstlicher Intelligenz“ aushelfen, um Datensätze in verdächtig oder unverdächtig zu klassifizieren. Auffällige Informationen werden „zur Analyse geschickt“ und anschließend dem „Endnutzer“ in „leicht lesbarer Form zur weiteren Bearbeitung oder polizeilichen Ermittlungen“ überstellt. „Endnutzer“ der Ergebnisse von INDECT sind unter anderem die beteiligten Polizeien, darunter womöglich auch das deutsche Bundeskriminalamt, und in einem späteren Stadium sämtliche Polizeien der EU.

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