Für den Streik der migrantischen Arbeit in Italien!

Januar 11, 2010

Es hat sich eine Koordination für den Streik der migrantischen Arbeit in Italien gegründet. Ihre Solidaritäts- und Aufrufschrift zum Streik posten wir hier online:

Für den Streik der migrantischen Arbeit in Italien

Wir MigrantInnen in Italien der Kollektive, Netze und Koordinationen in Bari, Bologna, Brescia, Mantova e Basso Mantova, Milano, Padova, Roma, Torino unterstützen den Kampf der migrantischen ArbeiterInnen, die für den nächsten März in Frankreich einen Streik der MigrantInnen vorbereiten.

Nach der historischen Erfahrung in den USA, dem „Tag ohne MigrantInnen“, am 1. Mai 2006, ist es nun an Europa. Wir wissen alle, daß heute die Krise Armut und Prekarität schafft: MigrantInnen ausbeutet oder ausweist. Die Statistiken zeigen, daß die ökonomische Bedeutung der migrantischen Arbeit in Italien fundamental ist. Ein Streik der migrantischen Arbeit unterstützt von den italienischen ArbeiterInnen würde eine richtige politische Antwort auf Rassismus und Prekarität darstellen. Wir denken der Streik der MigrantInnen muß gemeinsam mit denen in Frankreich vorbereitet werden.

Die Situation ist in Europa überall ähnlich. Es ist Zeit laut gegen die Formen der Flexibilisierung durch die EU zu schreien. Sie will durch Anwerbeagenturen, unterschiedlichste Figuren und Firmen, nach ihrem Gutdünken MigrantInnen zwischen den Ländern hin- und herschieben. Sie wollen Migration und MigrantInnen nach ihren Produktionsbedürfnissen.

Einige von uns von dem Tavolo Migranti (Runder Tisch der MigrantInnen) haben sich bereits bei dem Streik vom 15. Mai 2002 im gesamten Industriegebiet von Vicenza beteiligt. Das war eines wichtigtsen Kämpfe der Arbeitskämpfe der MigrantInnen in Italien und Europa.

Wir haben in diesen Jahren die politische Idee des migrantischen Arbeitsstreiks gegen Rassismus und das Bossi-Fini Gesetz unterstützt. Mayday am 1. Mai 2008, die landesweite Demo am 23. Juni 2009 in Mailand „Auf welcher Seite stehst du!“ und die letzte große Demo mit 200.000 am 17.Oktober in Rom sind einige Schritte unserer Bewegung bisher gewesen. Daher wissen wir wie wichtig und wie schwer eine Streik der MigrantInnen ist.

Wir wissen wieviele Hoffnung das weckt und wieviele bereits im Voraus meinen, das sei unmöglich. gefährlich oder gar schädlich. Wir wissen, das bedeutet neue Wege zu beschreiten, zu versuchen Mißtrauen, Spaltungen zwischen ItalienerInnen und MigrantInnen zu überwinden. Wir wissen, das es nicht reicht das auszudrücken. Es muß organisiert werden. Wir sind uns all dieser Schwierigkeiten bewußt, aber mit aller Hartnäckigkeit die diese Situation von uns abverlangt, unterstützen wir von heute an eine politische Kampagne für den Streik der MigrantInnen.

Gegen das Bossi – Fini Gesetz
Gegen das Sicherheits Paket
Gegen den institutionellen Rassismus, der vom Innenminister in den Großstädten bis zu den Komunen in der Provinz verbreitet wird.

Die Appelle der Solidarität reichen nicht. Wir müssen den Mut haben die MigrantInnen als Subjekte ihres eigenen Lebens und nicht nur als Arbeitskräfte zu betrachten!

Es ist an der Zeit den Streik der migrantischen Arbeit zu wagen!

Koordination für den Streik der migrantischen Arbeit in Italien

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