Tagelöhner in Kalabrien begehren auf

Januar 8, 2010

In Rosarno (Kalabrien) revoltieren seit gestern tausende von MigrantInnen. Dort leben mehr als 5.000 (meist illegale) NordafrikanerInnen, die in den Orangenfeldern der ‚Ndrangheta (die kalabrische Mafia) 12-14 Stunden am Tag für 20 Euro arbeiten! Die Mafia und die rassistischen Gesetze der italienischen „Elite“ bringen die MigrantInnen dazu, in unbewohnten Baracken zwischen Müll und Ratten zu leben. Gestern fuhren zwei Menschen in einem Auto an den MigrantInnen vorbei und fingen an, auf sie mit Schusswaffen zu feuern. Wahrscheinlich, weil jemand die täglichen 5 Euro Mafia-Gebühren nicht bezahlt hatte. Die Aktion provozierte die Revolte der „Sklaven“. Traurigerweise demonstrieren viele EinwohnerInnen von Rosarno für die Abschiebung der MigrantInnen und besetzen sogar das Rathaus dafür.

– hier ein Video auf La Repubblica,
– hier auf youtube
Fotos auf La Repubblica

Hier News von Südtirol online:

Tagelöhner in Kalabrien begehren auf

Aufstand der Ärmsten in Kalabrien: In Rosarno haben am Freitag Hunderte afrikanischer Wanderarbeiter gegen ihre Lebensbedingungen demonstriert.

Nach Berichten der Nachrichtenagentur Ansa blockierten etwa 200 ImmigrantInnen die Zufahrtsstraßen im Norden und Süden des Ortes. Eine Gruppe von weiteren 200 zog zum Marktplatz, um mit dem Polizeipräfekten zu verhandeln. Hintergrund der Proteste ist ein Vorfall vom Vortag: Laut Medienberichten hatten Unbekannte am Donnerstagabend aus einem Auto auf mehrere Immigranten geschossen, die gerade von ihrer Arbeit auf den Orangenfeldern heimkehrten. Dabei wurden zahlreiche Menschen verletzt – darunter auch ein politischer Flüchtling aus Togo.

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