Düstere Zeiten für die Euro-Zone

Januar 8, 2010

Martin Wolf diskutiert auf ftd.de ein eventuelles Auseinanderreißen der Euro-Zone, weil es massive Ungleichgewichte zwischen den peripheren EU-Ländern wie zB. Griechenland und Wirtschaftsriesen wie Deutschland gibt.

Düstere Zeiten für die Euro-Zone

Erst die Finanzkrise hat deutlich gemacht, wie sehr einzelne Länder unter Ungleichgewichten innerhalb der Währungsunion leiden. Die Peripherie steckt in einer strukturellen Rezession.

Was wäre in der Finanzkrise ohne den Euro geschehen? Die kurze Antwort: In einzelnen Mitgliedsstaaten wäre es zu einer Währungskrise gekommen. Die Währungen Griechenlands, Irlands, Italiens, Portugals und Spaniens hätten gegenüber der D-Mark verloren. Genau das wollten die Architekten der Euro-Zone verhindern. Sie hatten Erfolg. Wenn sich aber der Wechselkurs nicht anpassen kann, muss sich etwas anderes anpassen: die Volkswirtschaft der Mitgliedsstaaten an der Peripherie der Euro-Zone. Sie sind gezwungen, ihre Inflation im Vergleich zu Deutschland, dem weltweit führenden Exporteur qualitativ hochwertiger Erzeugnisse, möglichst niedrig zu halten. Ich wünsche ihnen viel Glück.

So mancher hielt Leistungsbilanzdefizite innerhalb einer Währungsunion für nebensächlich. Diese Leute liegen falsch. Defizitländer sind Nettoverkäufer von Forderungen an den Rest der Welt. Wenn der Rest der Welt diese Forderungen verkauft oder Kredite zurückzieht, kommt es zur Rezession. Innerhalb eines Landes können Menschen relativ einfach in eine andere Region umsiedeln. Müssen Grenzen überschritten werden, ist das viel schwieriger.

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