29 Pleiten täglich

Dezember 21, 2009

Der Kreditschutzberband 1870 veröffentlicht auf einer Pressekonferenz brauchbares Zahlenmaterial zur Pleitewelle 2009. Der ORF fasst die Zahlen zusammen: 29 Pleiten täglich.

Niemanden wird es verwundern, dass die Unternehmenspleiten im Jahr 2009 in die Höhe gegangen sind. Das hatten wir alle genauso erwartet. Tatsächlich hielt sich der Zuwachs durchaus in Grenzen.

UNTERNEHMENSINSOLVENZEN 2009
Hochrechnung

Die Zahl der eröffneten Verfahren stieg um 14,4 % auf 3.742 Fälle – die Zahl der mangels Masse abgewiesenen Konkurse um über 3 % auf 3.151 Fälle.

Insgesamt gab es bei den hochgerechneten Unternehmensinsolvenzen einen Anstieg von 9,2 % auf 6.893 Fälle. Damit bleibt das Insolvenzgeschehen 2009 hinter der Erwartung zurück, und der bisherige Spitzenwert aus dem Jahr 2005 mit über 7.000 Insolvenzfällen wird damit nicht übertroffen oder auch nur eingestellt.

Insolvenzen von Unternehmen machen betroffen, zu allererst die Eigentümer und Inhaber der Unternehmen, dann aber die dort Beschäftigten und die Gläubiger. Die Bedeutung für die Wirtschaft lässt sich anhand der betroffenen Dienstnehmer und der Verbindlichkeiten am besten verdeutlichen. Im Jahr 2009 ist die Zahl der von Insolvenzen betroffenen Dienstnehmer um 34 % auf 28.400 angestiegen und die Schulden der insolventen Unternehmen betrugen mit knapp über 4 Mrd. Euro sogar fast 37 % mehr als im Vorjahr. Auch diese Schuldenhöhe ist kein Rekord – das Jahr 1995 (Konsum) hatte höhere Insolvenzpassiva aufzuweisen.

weiter zum KSV1870!

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