Der Zorn der Straße

Dezember 10, 2009

Der militante Klassenkonflikt in Griechenland ärgert auch so manche FTD RedakteurInnen! 😉

Der Müll, die Stadt und der Schuldenberg

Lange haben die Griechen Sparappelle der EU als Demagogie abgetan. Der drohende Bankrott öffnet nun einigen die Augen. Aber gerade die sozialistische Regierung scheut Härte. Sie fürchtet den Zorn der Straße.

Athen versinkt im Müll. Die Müllabfuhr streikt seit einer Woche. An allen Ecken türmen sich kurz vor Weihnachten stinkende Abfallberge. Jeder zweite Müllmann ist auf Zeit beschäftigt, die Gewerkschaft fordert die Rückkehr zu Festeinstellungen. Doch dafür haben die Städte kein Geld.

Der Streit ist ein Sinnbild für die offene Flanke der griechischen Wirtschaft. Die akute Finanznot ist weniger konjunkturell als strukturell bedingt. Zu viele Reformansätze gegen verkrustete Systeme blieben stecken in einem Staat, der von vielen als Selbstbedienungsladen missbraucht wird. Der letzte Versuch der abgewählten konservativen Regierung, das marode Rentensystem zu sanieren, endete mit Massenprotesten aller Gewerkschaften im Frühjahr 2008.

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