Advent, Advent, in Wattens brennt´s…

Dezember 2, 2009

von Josef Stingl (GLB)

Weihnachten naht – Swarovski-Boss Langes lässt mittels Presse mitteilen, dass einen Teil der Produktion für Kristallkomponenten aus Wattens abgezogen und ins Ausland verlagert wird. Eigentlich nichts Neues, denn in Wattens pfeifen es schon seit geraumer Zeit die Spatzen vom Dach, dass seit Monaten eine Maschine nach der anderen abgebaut und versandfertig gemacht wurde. Nur Betriebsrat und Gemeinderat blieb´s verborgen, denn diese steckten kollektiv ihre Köpfe tief in den Sand. Sie erhoben diese nur, wenn sich jemand erdreistete gegen die „Wattener Volkshelden Swarovski“ aufzutreten, um das „Kameradenschwein“ sofort als Spinner, Lügner, Kummerl oder Volksvertäter abzustempeln.

Weihnachten ohne Überraschung, das geht doch nicht! Darum hat „Christkind Markus“ auch gleich mitangekündigt, dass der Konzern erst im Jänner bekannt geben will, ob und wieviele Arbeitsplätze dadurch betroffen sind. Sozial wie er ist, will er ja nicht den Beschäftigen vor den Feiertagen die volle Wahrheit zumuten. Außerdem mit der Ungewissheit der drei Ws (wieviele, wer und wann) kann er ja die Beschäftigten schön gegeneinander ausspielen – wer mit dem Ellbogen kräftig gegen die Nachbarn stößt, der wird nicht auf die Chefetage losgehen. Und Markus, Fiona, und wie sie alle heißen, haben doch auch ein Recht auf ruhiges Weihnachtsfest, oder?

Die Moral aus der Geschicht: Wer widerstandslos ständig die linke Backe hinhält, braucht sich nicht zu wundern, wenn´s irgendwann auch auf der Rechten ordentlich kracht und er/sie auch zu den Gekündigten gehört. Daher für die Beschäftigen, für die BetriebsrätInnen, für die GewerkschafterInnen und für die GemeinderätInnen: Den Kopf aus dem Sand und Langes & Co. einmal kräftig in den Ar… treten. Keine Angst der Betrieb kann damit nicht ruiniert werden, das besorgt schon der Swarovski-Clan selbst.

Gewerkschaftlicher Linksblock

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