Archive for Dezember, 2009

– Kopenhagen ::: Cop15 :::

Dezember 25, 2009

von der Wildcat HP

ArcelorMittal soll auf Emissionsrechten im Marktwert von über einer Milliarde britischer Pfund sitzen. Mit solchen Zertifikaten kaufen sich Unternehmen das Recht, bestimmte Mengen von CO2 auszustoßen, und so viele Emissionszertifikate hatte ArcelorMittal geschenkt gekriegt! Der Cop-Klimagipfel sollte für einen noch »breiteren liquiden Karbonmarkt« sorgen – denn: »Öko-Zertifikate befriedigen nicht nur das gute Gewissen, sie haben auch ein hervorragendes Blasenpotential.« Nach dem Scheitern des Gipfels wurde ArcelorMittal ein bisschen ärmer, denn die Kurse für CO2-Verschmutzungsrechte fielen am Montag schlagartig um fast neun Prozent.

mehr auf wildcat-www.de!

MERRY CRISIS AND HAPPY NEW FEAR!

Dezember 24, 2009

FIAT: wieder Streiks und Proteste in Pomigliano d’Arco und Termini Imerese

Dezember 23, 2009

Wie wir schon am 18. November berichtet haben, wird der Konzern seine Fabrik von Termini Imerese nach Polen verlegen. Gestern fand das Treffen zwischen dem FIAT-Delegierten Marchionne und der Regierung statt. In dem Gespräch wurde bestätigt, dass die Fabrik Anfang 2011 zusperren wird. Als Reaktion haben gestern 450 ArbeiterInnen die Gleise vom Bahnhof Termini in Rom blockiert, während sie auf den Spezialzug nach Sizilien gewartet haben. Der Zug ist heute morgen in Termini Imerese angekommen. Für einige Minuten wurden die Gleise in Messina besetzt. Währendessen hat die Gewerkschaft einen achtstündigen Streik für heute angesagt.

Proteste gibt es auch in Pomigliano d’Arco, wo sich 20 ArbeiterInnen am Rathaus angekettet haben. News auf italienisch [1] [2]

Zugenommen hat auch die Zustimmung der Bevölkerung gegenüber den ArbeiterInnen-Protesten. Laut der letzten Analyse von Demos-Coop denken 38 Prozent der ItalienerInnen, dass die Krise noch mehr als zwei Jahre dauern wird. Da immer mehr Familien an Armut leiden, steigt die Solidarität für diejenigen, die den Arbeitsplatz verlieren. 80 Prozent unterstützen die ArbeiterInnen, die vor den eigenen Arbeitsstellen protestieren und 65 Prozent diejenigen, die mit der CGIL (Gewerkschaft) in der Stadt demonstrieren. Weiters sind zwei Drittel der Interviewten für die Besetzung der Fabriken und 25 Prozent sind mit der „Entführung“ von Managern einverstanden!

Die Studie zeigt auch, wie in der Weihnachtszeit andere Kämpfe gegen soziale Probleme zunehmen: die Proteste und Besetzungen der ForscherInnen und der StudentInnen gegen die neue Bildungsreform gehen weiter!

Videos zur den willkürlichen Verhaftungen in Kopenhagen!

Dezember 23, 2009

Über 1900 Festnahmen während des Klimagipfels

Dezember 23, 2009

Kurz einige Neuigkeiten und Bestandsaufnahmen über die Festnahmen während des Klimagipfels in Kopenhagen.

Wie heute in der Online-Ausgabe politiken.dk der dänischen liberalen Zeitung Politiken zu lesen war, sind die Kopenhagener Bullen dabei, eine Bestandsaufnahme der Festnahmen während des Klimagipfels anzulegen. Insgesamt kam mensch bisher auf eine Zahl von 1915 Festnahmen, davon der Großteil administrativ, d. h. ohne begründeten Verdacht, sondern aus reiner Schikane und Willkür.

Weiterhin bekamen fast alle Festgenommenen, nämlich 1898 Menschen, eine Geschmacksprobe des sogenannten „Klimagefängnis“ in Valby, einem Vorort von Kopenhagen, welches aus Käfigen in einer Mehrzweckhalle bestand und an Guantanamo-ähnliche Zustände erinnerte. Aufgrund der unglaublich hohen Anzahl von Festnahmen und der internationalen Kritik daran, meldet sich nun auch der dänische Bürgerbeauftragte mit einem öffentlichen Brief an die Kopenhagener Polizei zu Wort. Unter anderem werden die Zustände während der Verhaftungen, wie Stundenlanges-auf-eiskaltem-Boden-Sitzen, Verweigern des Toilettenganges, Verweigern des Arztbesuches und anderes, angesprochen.

Der kurz vorher abgeschlossene und international heftig umstrittende „Lümmelparagraph“ wurde hingegen angeblich nur einmal verwendet – und wen überrascht’s – natürlich auf der Großdemo am 12. Dezember, auf der gleich 913 Leute in mehreren Polizeikesseln gefangen wurden. Was die Gefangenen angeht: die PressesprecherInnen der CJA „Reclaim Power“ Aktion und Gefangene aus Deutschland sind heute nachmittag überraschend freigelassen worden. Es sitzen allerdings immer noch mehrere Gefangene in Kopenhagen in U-haft, die auf ihre Verfahren im Januar warten.

29 Pleiten täglich

Dezember 21, 2009

Der Kreditschutzberband 1870 veröffentlicht auf einer Pressekonferenz brauchbares Zahlenmaterial zur Pleitewelle 2009. Der ORF fasst die Zahlen zusammen: 29 Pleiten täglich.

Niemanden wird es verwundern, dass die Unternehmenspleiten im Jahr 2009 in die Höhe gegangen sind. Das hatten wir alle genauso erwartet. Tatsächlich hielt sich der Zuwachs durchaus in Grenzen.

UNTERNEHMENSINSOLVENZEN 2009
Hochrechnung

Die Zahl der eröffneten Verfahren stieg um 14,4 % auf 3.742 Fälle – die Zahl der mangels Masse abgewiesenen Konkurse um über 3 % auf 3.151 Fälle.

Insgesamt gab es bei den hochgerechneten Unternehmensinsolvenzen einen Anstieg von 9,2 % auf 6.893 Fälle. Damit bleibt das Insolvenzgeschehen 2009 hinter der Erwartung zurück, und der bisherige Spitzenwert aus dem Jahr 2005 mit über 7.000 Insolvenzfällen wird damit nicht übertroffen oder auch nur eingestellt.

Insolvenzen von Unternehmen machen betroffen, zu allererst die Eigentümer und Inhaber der Unternehmen, dann aber die dort Beschäftigten und die Gläubiger. Die Bedeutung für die Wirtschaft lässt sich anhand der betroffenen Dienstnehmer und der Verbindlichkeiten am besten verdeutlichen. Im Jahr 2009 ist die Zahl der von Insolvenzen betroffenen Dienstnehmer um 34 % auf 28.400 angestiegen und die Schulden der insolventen Unternehmen betrugen mit knapp über 4 Mrd. Euro sogar fast 37 % mehr als im Vorjahr. Auch diese Schuldenhöhe ist kein Rekord – das Jahr 1995 (Konsum) hatte höhere Insolvenzpassiva aufzuweisen.

weiter zum KSV1870!

Wave of strikes sweeps Greece

Dezember 21, 2009

Ein kleines großes Griechenland Update …

A wave of strikes culminating on Thursdays pan-worker mobilisation has been the response to the scaremongering of the government amidst the worsening economic crisis that threatens Greece with bankruptcy.

After the week of riots came the week of strikes: the multifold strikes that are taking place since Tuesday 15 December and peaked on Thursday 17 with the pan-workers strike called by PAME, the Communist Party Union Front, as wells a dozens of extra-parliamentary parties of the left and first-grade unions forming demos in 58 cities and towns around Greece.

weiter lesen auf libcom.org!

Bankenrettung mit Drogengeld? „An important factor“!

Dezember 20, 2009

Lars Schall fragt auf MMnews nach, was der Opiumanbau in Afghanistan mit General Electric, AIG, Philip Morris, Citigroup, usw. zu tun hat. Und warum der 500,- Euro den 100,- Dollar-Schein ablöst! 😉

Drogenbeauftragter der UN: Nicht nur staatliche Rettungspakete haben dem Finanzsystem im letzten Jahr über die Runden geholfen, sondern auch das Durchschleusen von Drogengeldern von über 350 Milliarden US-Dollar. – Wird in Afghanistan statt der Freiheit der Anbau von Opium verteidigt? UN: Drogengelder “now a part of the official system”

Der UN-Beauftrage in Sachen Drogen und Organisierter Kriminalität – Antonio Maria Costa – hat seine Anschuldigungen bekräftigt, dass das Finanzsystem nur unter Verwendung massiver Kapitalspritzen aus dem internationalen Drogenhandel vor dem Untergang bewahrt werden konnte.

Nachdem Herr Costa dies bereits Anfang des Jahres gegenüber dem österreichischen Magazin „profil“ erklärte (MMNews berichtete[1]), sagte er nunmehr dem in England erscheinenden Observer, dass er „Beweise gesehen“ habe, wonach auf dem Höhepunkt der letztjährigen Krise das einzige zur Verfügung gestanden habende “liquid investment capital“ aus dem Drogenhandel stammte.[2] “In the second half of 2008, liquidity was the banking system’s main problem and hence liquid capital became an important factor.”

weiter lesen auf MMnews!

Zum Angriff auf Berlusconi in Mailand

Dezember 15, 2009

Am Sonntag Abend wurde Italiens Premier Minister Silvio Berlusconi nach seiner Rede in Mailand von einem Mann angegriffen. Auf Indymedia befindet sich ein Artikel über den Angriff auf dem „Cavaliere“ und eine Stellungsnahme der „Contropiano-Redaktion„, dem Magazin, das aus der Autonomia Operaia-Bewegung von 1977/78 hervorgegangenen Rete dei Comunisti (Netzwerk der Kommunisten) entstand.

Italiens bürgerliche Presse kennt an diesem Montag, den 14.Dezember 2009, innenpolitisch nur ein Thema: den Angriff auf ihren Regierungschef. Kurz nach Abschluss einer Wahlveranstaltung seiner Rechtspartei Popolo della Libertà („Volk der Freiheit“ – PdL) warf am Sonntagnachmittag der unmittelbar danach festgenommene 42jährige, politisch unorganisierte Massimo Tartaglia ein recht massives Souvenir des Mailänder Doms auf den Cavaliere, als dieser auf dem Weg zu seiner Limousine noch schnell ein Paar Hände schüttelte und Anhängern Autogramme gab. Das bekannte überhebliche Siegergrinsen verschwand jedoch abrupt, denn Tartaglia landete buchstäblich einen Volltreffer.

Die Diagnose lautet auf Nasenbeinbruch, Verlust von zwei Zähnen des Oberkiefers, starke Kopfschmerzen und mehrere tiefe Risswunden im Gesicht, die wahrscheinlich auch eine Folge des aus Imagegründen erfolgten Liftings sind. Laut seinem Leibarzt Alberto Zangrillo soll der Medienmagnat, der vor den Kameras gern als Napoleon oder Revolverheld posiert, gar „einen halben Liter Blut verloren“ haben. Das dürfte maßlos übertrieben sein, dennoch muss Berlusconi mindestens noch bis Mittwochmorgen im Krankenhaus San Raffele bleiben, wo er die Konsultationen diverser Spitzenpolitiker (inklusive des Chefs der mitte-linken Demokratischen Partei Pierluigi Bersani) empfängt. Die Öffentlichkeit versucht Berlusconi derweil mit den Worten einzulullen: „Ich will allen nur Gutes, ich will allen nur Gutes. Ich verstehe nicht, warum sie mich so hassen.“ Gleichzeitig droht das „arme Opfer“ allerdings: „Ich mache weiter!“

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Videobericht von der Großdemo in Copenhagen

Dezember 15, 2009


Tag 4 in Kopenhagen: No Border No Nation! – Artikel auf de.indymedia

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