Sardinien: ArbeiterInnen besetzen und blockieren die Alcoa-Fabrik

November 20, 2009

In Cagliari haben heute die ArbeiterInnen der US-Aluminium Fabrik Alcoa die Werkshallen besetzt und blockiert. Die ArbeiterInnen protestieren gegen die Schließung der Fabrik und die folgenden 2.000 Entlassungen. Die Gründe für die Schließung: Nach EU-Recht nicht genehmigte „Betriebsbeihilfen“ von der italienischen Regierung. Alcoa betreibt zwei Schmelzen, eine in Sardinien, eine im Veneto. Dafür bezogen sie verbilligten Strom. Die EU-Kommission will die Beihilfen zurückgezahlt haben, was Alcoas Gewinn schmälert. Ohne die Beihilfen seien die Schmelzen „nicht wirtschaftlich zu führen“, noch im Dezember sollen sie geschlossen werden. Siehe Meldung auf finanztreff.de.

Auf der Homepage der italienischen Zeitung La Repubblica findet sich das Video, das die ArbeiterInnen an die Öffentlichkeit geschickt haben. In dem Video sagen sie, dass niemand in die Fabrik rein oder raus darf, bis der Konzern die Entscheidung revidiert (die Chefs sind auch eingesperrt).

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