Vorreiter einer Bewegung

November 12, 2009

Wieder Rainer Sommer über die Studiproteste (siehe seinen Artikel vom 25.10.09, aber auch als Krisenanalytiker kann er was: siehe hier), diesmal hebt er die Debattenkultur der StudentInnen positiv hervor. Kein Führungskult und größtenteils sachliche Diskussionen zeichnen die Atmosphäre im Wiener Audimax aus.

Die Wiener Studentenproteste, die Web-2.0-Basisdemokratie und die Mühen der Ebene

Zur nicht geringen Überraschung vieler Aktivisten gehen die Studentenproteste ( Studentenrevolte in Wien (1)) nicht nur gut gelaunt in die vierte Woche, die Hörsaalbesetzungen greifen inzwischen auch in Deutschland um sich. In Österreich üben sich die Studenten inzwischen in Basisdemokratie und lernen die Mühen der Organisationsarbeit kennen.

Georg Winckler, der Rektor der Uni Wien, müsse zuerst dem „Plenum“ Rede und Antwort stehen, bevor es zu weiteren Gesprächen kommen könne, beschied ihm empört das oberste und einzige Entscheidungsgremium der aufständischen Studenten. Winckler hatte zuerst die Heizung abstellen lassen und sich dann erdreistet, Vertreter der Österreichischen Hochschülerschaft (2) (ÖH), der offiziellen Studentenvertretung, sowie Betriebsrat, Dekane und Studienleiter für den 19. November zu Gesprächen einzuladen, wobei die ÖH-Vertreter immerhin auch ein paar Repräsentanten der Besetzer hätten mitbringen dürfen. Winckler wolle sich auf den Hochschul-Dialog vorbereiten, den der in Richtung EU abziehenden Noch-Wissenschaftsminister Johannes Hahn (ÖVP) zum Abschied dekretiert hatte.

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