Die TT lügt, die Presse lügt, ORF lügt, …

November 5, 2009

Alle, die schon mal bei einer Demonstration oder anderen Aktion dabei waren und danach die Berichte in der bürgerlichen Presse lasen, wissen: Die Medien verfälschen die Dinge und lügen (heute: 8000 auf der Bildungsdemo in Wien. Alle anwesenden, mit denen wir gesprochen haben, reden von 20.000! Die Presse will gar meinen, dass der Protest „an Schwung“ verliert. Auf TT online gestern widmete die Redaktion dem Besetzungsgegner Lukas Leys gar den halben Clip und sprach von 200 anwesenden BesetzungsgegnerInnen, Leute, die dort waren, von maximal 50! – Leys‘ unglückliches Gestammel kann man hier hören [einfach runterscrollen zum Video!].). Wir können die bürgerlichen Medien nicht nutzen, egal wie „kreativ“ oder „friedlich“ unser Protest ist. Unser Handeln darf nicht danach ausgerichtet werden, ob „die Medien“ darüber positiv oder negativ berichten. Das will der aus aktuellem Anlass hervorgeholte Artikel in der Wildcat 81 sagen:

Unsere Marginalität können wir nicht über professionelle Medienkampagnen und Diskurspolitik, sondern nur durch die Verbindung zu realen Kämpfen durchbrechen. Wenn man an Öffentlichkeit ohne Inhalt, an Öffentlichkeit als Spektakel ansetzt, kommt bestenfalls eine horizontale Vernetzung heraus. Wenn man am Inhalt, an der Erfahrung ansetzt, wird daraus eine Vertiefung. Erfahrungen sind aber nur als öffentliche möglich. Ein gutes Beispiel dafür ist die Frauenbewegung: Die Frauen haben ihre individuellen Erfahrungen aus der »Privatsphäre« gerissen, zu einer gemeinsam Erfahrung und damit veränderbar gemacht.

Lest hier den ganzen Artikel! Es lohnt sich!

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