Endlich, die Wildcat 85!

September 23, 2009

Die Wildcat 85 ist erschienen und das ist drin: [wer eine will, schreibt entweder direkt an versand at wildcat-www.de oder wendet sich an uns, wir haben immer einige lagernd und können sie entweder persönlich vorbeibringen (in innsbruck) oder sofort versenden: grauzone at catbull.com.]

* Endlich, der Aufschwung! (Editorial)
* »Das, denke ich, wäre die Perspektive«–Gespräch mit Karl Heinz Roth zu seinem Buch über die Krise
* Alle Hoffnungen richten sich auf China–Das Ende von Chimerica
* Das Kapital vergiftet alles, was es berührt–Krise in Kalifornien
* Nur wenn wir das antiimperialistische Erbe überwinden, kriegen wir eine Perspektive auf die soziale Revolution!
* Die Massenaufstände haben die strategischen Debatten überholt–Gespräch über die iranische Revolution 1979
* Iran: Ein neuer Anlauf?–Krise und Mobilisierungen gegen das Regime.
* Durch den fortschrittlichen Staat zur Revolution?–Erfahrungen in der Soliarbeit für Nicaragua
* Ölprofite als Basis des neuen Sozialismus in Venezuela
* Dem Zerfall der APO was entgegensetzen–Teil II des Interviews mit Genossen der RZ
* »Diesmal müssen die im Westen anfangen!«–Gedanken und Versuche eines ostdeutschen Autoarbeiters
* Was bisher geschah: Warnstreik an den Amper Kliniken Dachau–Fortsetzung des Artikels in Wildcat 80

BEILAGE: Marx, Weltkrise, Arbeiterklasse – Sergio Bologna: Karl Marx als Korrespondent der New York Daily Tribune

Das Editorial ist schon online!

Endlich, der Aufschwung!

»Investmentbanker stellen einen Aufwärtstrend fest«, schreibt die New York Times. »Weiterer Fortschritt in der Geschäftswelt«, berichtet das Wall Street Journal. »Ökonomen sehen Zeichen einer Erholung«, »Kräftiger Aufstieg an den Börsen«, melden andere. Einige Blätter schreiben, dass sich in Amerika ein Bischof zu Wort gemeldet habe, der das große »Misstrauen« in der Welt der internationalen Finanzanleger geißele. So etwas halte die wirtschaftliche Erholung bloß unnötig auf.

Die Schlagzeilen könnten aus den letzten Wochen sein – stammen aber aus dem Jahr 1931, in der kurzen Erholungsphase der great depression, der schärfsten Wirtschaftskrise des 20. Jahrhunderts.

Die Regierungen haben Billionen von Dollar zur Rettung des globalen Bankensystems bereit gestellt; allein die Federal Reserve hat ihr Budget um 1 Billion Dollar ausgeweitet. Ein Artikel im Wall Street Journal fasste den Zusammenhang von steigenden Aktien und Ausweitung des Kredits vor kurzem so zusammen: »Anders gesagt: Ben Bernanke war der Markt.«2 Denn das Geld ist zu einem großen Teil in Spekulation mit Rohstoffen, Immobilien und v.a. in die Finanzmärkte geflossen – und eben nicht in die »Realwirtschaft«. Deshalb sind die Aktien seit März so stark gestiegen, was eine »vertrauensbildende« und selbstverstärkende Wirkung hatte: »Nur noch wenige Investoren können es sich leisten – oder haben die Nerven – die Aktienrallye zu ignorieren und keine Dividendentitel zu kaufen. Ein kleiner Aktienanteil im Portfolio deutet daraufhin, dass ein Fondsmanager die aktuelle Rallye verschlafen hat.«3 Obwohl sie wissen, dass die Aktien völlig überbewertet sind und die »professionellen Anleger« die letzten Monate von einer »Dienstmädchenhausse« gesprochen haben.

mehr auf wildcat-www.de!

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